Energiearbeit Leonore Anton

Was ist Energiearbeit? Wie du sie im Alltag nutzen kannst

Vielleicht denkst du bei Energiearbeit zuerst an Voodoo-Zauber, schwingende Pendel oder Menschen, die ihre Hände über einen Körper halten und dabei Dinge wahrnehmen, die für andere unsichtbar bleiben. Vielleicht hast du dabei auch schnell das Bild einer ziemlich abgehobenen spirituellen Welt im Kopf, die mit dem ganz normalen Alltag nicht mehr besonders viel zu tun hat.

Und ja, ich schwinge selbst einen Tensor. Ich arbeite mit Energien, inneren Bildern und intuitiven Wahrnehmungen, glaube an die Verbindung von Körper, Geist und Seele und halte es durchaus für möglich, dass uns das Leben oder das Universum manchmal auf eine Weise führt, die wir nicht sofort erklären können. An dieser Stelle kann ich dir auch das Buch Die Mitternachtsbibliothek empfehlen.

Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, bedeutet Energiearbeit für mich nicht, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Im Gegenteil. Sie kann erstaunlich alltäglich sein.

Du gehst barfuß über eine Wiese und richtest deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf den Boden unter deinen Füßen. Du legst eine Hand auf dein Herz, während in dir gerade alles durcheinandergeht. Du schließt für einen Augenblick die Augen und stellst dir vor, wie warmes goldenes Licht deinen Körper durchströmt. Oder du kommst nach einem Gespräch nach Hause und merkst, dass irgendetwas davon noch an dir haftet, obwohl das Gespräch längst vorbei ist.

Für mich beginnt Energiearbeit genau dort, wo wir aufhören, ausschließlich das zu beachten, was wir sehen und mit unserem Verstand erklären können, und unsere Wahrnehmung wieder für die feineren Ebenen unseres Erlebens öffnen.

In aller Kürze: Energiearbeit fasst sehr unterschiedliche Methoden zusammen, die den Menschen nicht nur körperlich und kognitiv, sondern auch auf einer feinstofflichen, energetischen Ebene betrachten. In diesem Artikel erfährst du, was dahintersteckt, wie sie wirkt und mit welchen einfachen Übungen du sie schon heute in deinen Alltag holen kannst. Ich selbst arbeite unter anderem mit dem Emotionscode, Trance Healing, EFT und Meditationen, meist verbunden mit Human Design und Nervensystemarbeit, und begleite dich darin auch persönlich, wenn du magst.

Was bedeutet Energiearbeit eigentlich?

Unter Energiearbeit werden sehr unterschiedliche Methoden und Praktiken zusammengefasst, die davon ausgehen, dass der Mensch nicht ausschließlich auf seiner körperlichen und kognitiven Ebene betrachtet werden kann. Es wird angenommen, dass es darüber hinaus eine feinstoffliche oder energetische Ebene gibt, die mit unserem körperlichen und emotionalen Erleben in Verbindung steht.

Je nach Tradition wird dabei von Lebensenergie, Energiefeld, Aura, Chi, Qi oder Prana gesprochen, und auch die Methoden unterscheiden sich teilweise. Reiki gehört ebenso in dieses Feld wie bestimmte Formen der Meditation und Visualisierung, energetisches Heilen oder Methoden, die mit Emotionen und inneren Prägungen arbeiten.

Für meine eigene Arbeit ist dabei weniger entscheidend, welches Etikett wir auf diese Betrachtungsebene kleben. Mich interessiert vielmehr die Frage, was sich verändert, wenn wir einen Menschen ganzheitlicher betrachten und neben seinen Gedanken, seinem Körper und seiner Lebensgeschichte auch das einbeziehen, was er intuitiv wahrnimmt und vielleicht gar nicht sofort in Worte fassen kann.

Wahrscheinlich kennst du solche Momente selbst:

  • Du betrittst einen Raum und fühlst dich sofort wohl.
  • An einem anderen Ort möchtest du am liebsten wieder gehen, obwohl du nicht genau sagen kannst, weshalb.
  • Du sitzt einem Menschen gegenüber und spürst eine Anspannung, bevor überhaupt etwas ausgesprochen wurde.
  • Du kommst in die Natur und bemerkst nach wenigen Minuten, dass etwas in dir ruhiger wird.

Ob du all das energetisch deutest oder zunächst schlicht als feine Körper- und Umweltwahrnehmung betrachtest, darfst du selbst entscheiden.

Die materielle und die energetische Ebene

Wir sind es gewohnt, die Welt vor allem über das Sichtbare zu begreifen:

  • Unser Körper ist sichtbar und messbar.
  • Unsere Biografie lässt sich erzählen.
  • Viele unserer Denk- und Verhaltensmuster lassen sich auf Erfahrungen, Erziehung, Kultur und Sozialisation zurückführen.

Genauso greifbar ist für mich die energetische Ebene, auch wenn sie sich anders zeigt als das, was wir messen können:

  • Unsere Intuition und innere Wahrnehmung – das, was wir spüren, bevor wir es erklären können.
  • Unser Energiefeld, also die Schwingung, mit der wir auf andere wirken und andere auf uns.
  • Unsere energetische Prägung, die sich zum Beispiel in Beziehungsdynamiken oder wiederkehrenden Mustern zeigt.
  • Unser Human-Design- und Seelenpotenzial – das, was wir von Geburt an mitbringen, jenseits von Erziehung und Erfahrung.

In meiner Arbeit betrachte ich einen Menschen deshalb immer auf beiden Seiten gleichzeitig: Körper und Verstand auf der einen, Emotionen und energetische Ebene auf der anderen. Keine der beiden Seiten ist für mich die „eigentliche“ Wahrheit über einen Menschen und die andere nur ergänzend. Beide wirken zusammen und lassen sich in der Praxis kaum sauber trennen.

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Körper, Verstand, Emotionen und energetische Ebene – für mich wirkt das immer zusammen, nicht nacheinander.

Wie funktioniert Energiearbeit?

Es gibt darauf keine einzige Antwort, weil Energiearbeit ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Ansätze ist. Je nach Methode wird gearbeitet mit:

  • Berührung
  • Visualisierungen und inneren Bildern
  • Meditation
  • Symbolen
  • der bewussten Lenkung der Aufmerksamkeit

Was diese Ansätze bei mir verbindet, ist die Intention. Dabei helfen mir immer wieder dieselben vier Fragen:

  1. Wohin richte ich meine Aufmerksamkeit?
  2. Was nehme ich in meinem Körper wahr?
  3. Was verändert sich, wenn ich mich bewusst mit einem bestimmten inneren Bild verbinde?
  4. Welche Emotion zeigt sich, wenn ich nicht sofort versuche, sie wegzudenken?

Ein Teil davon lässt sich übrigens auch außerhalb eines energetischen Weltbildes erklären: Bewusste Atmung, Körperwahrnehmung, Berührung, Meditation oder Zeit in der Natur haben nachweislich Einfluss darauf, wie wir Stress erleben und regulieren.

Ein Beispiel dazu: Wenn du dir goldenes Licht vorstellst, ist das zunächst einmal nur eine Vorstellung in deinem Kopf, nicht mehr und nicht weniger. Ob du diesem Licht nun zusätzlich eine energetische Bedeutung gibst, entscheidest du selbst. Für mich ist das keine Frage von richtig oder falsch. Beide Sichtweisen dürfen nebeneinander stehen.

Energiearbeit im Alltag – 7 einfache Möglichkeiten

Energiearbeit braucht weder einen Behandlungsraum noch eine komplizierte Technik. Einige Formen kannst du ganz selbstverständlich in deinen Alltag integrieren.

1. Barfuß gehen und dich bewusst erden

Zieh draußen deine Schuhe aus und nimm für einige Minuten wahr, wie sich der Boden unter deinen Füßen anfühlt – Gras, Erde, Sand oder ein warmer Stein erzeugen ganz unterschiedliche Empfindungen.

Du kannst dabei mit jedem Atemzug bewusst deine Füße wahrnehmen und dir vorstellen, wie du dich mit dem Boden unter dir verbindest, vielleicht sogar visualisieren, wie kräftigende Energie aus der Erde über deine Füße in deinen Körper fließt.

Es geht dabei nicht darum, etwas Bestimmtes spüren zu müssen, denn deine Aufmerksamkeit allein verändert bereits die Qualität dieses Moments.

2. Deine Hand auf Herz oder Bauch legen

Wenn du aufgewühlt bist, leg eine Hand auf dein Herz oder deinen Bauch, schließ deine Augen und bleib für einen Moment dort. Spüre die Wärme deiner Hand, deinen Atem und die Bewegung deines Körpers.

Wenn es für dich stimmig ist, stell dir gleichzeitig ein warmes goldenes Licht vor, das sich unter deiner Hand ausbreitet und mit jedem Atemzug mehr Raum bekommt.

Gerade in Momenten, in denen der Kopf schon die siebzehnte Runde dreht, kann diese einfache Bewegung helfen, die Aufmerksamkeit wieder zurück in den Körper zu bringen.

3. Goldenes Licht visualisieren

Schließe die Augen und stell dir vor, dass über deinem Scheitel warmes goldenes Licht in deinen Körper fließt, und lass es gedanklich langsam durch Kopf, Hals, Brustraum, Bauch, Becken und Beine bis in deine Füße wandern.

Du kannst diesem Licht eine Qualität geben, die du gerade brauchst – Ruhe, Kraft, Klarheit oder Schutz.

Entscheidend ist weniger, ob du das Licht gestochen scharf vor deinem inneren Auge siehst, denn manche Menschen sehen innere Bilder sehr deutlich, andere spüren eher Wärme, Weite oder eine Veränderung ihrer Körperwahrnehmung.

4. Belastendes unter der Dusche abgeben

Auch eine alltägliche Dusche kann zu einem kleinen energetischen Ritual werden. Während das Wasser über deinen Körper läuft, kannst du dir vorstellen, dass Anspannung, Gedanken oder Eindrücke des Tages mit dem Wasser von dir abfließen, vielleicht sogar etwas ganz Bestimmtes, das du heute nicht mit in den Abend nehmen möchtest. Zwei bewusste Minuten können vollkommen ausreichen.

5. Nach Begegnungen wieder bei dir ankommen

Kennst du das Gefühl, nach einem Gespräch plötzlich völlig erschöpft, unruhig oder emotional aufgewühlt zu sein? Bevor du sofort analysierst, was passiert ist, bleib kurz stehen und spüre deinen Körper, gerne jede Körperregion nacheinander: Wie fühlt sich dein Brustraum an? Dein Bauch? Deine Schultern? Deine Füße?

Du kannst dich anschließend fragen: Was davon gehört gerade wirklich zu mir?

Allein diese Frage kann helfen, wieder zwischen deiner eigenen Wahrnehmung und dem zu unterscheiden, was eine Begegnung in dir ausgelöst hat.

6. Die Energie eines Raumes bewusst wahrnehmen

Wenn du einen Raum betrittst, versuche einmal, nicht sofort zu bewerten, sondern bleib für einen Moment stehen und nimm wahr: Wird dein Körper weiter oder enger? Möchtest du dich bewegen oder lieber stehen bleiben? Gibt es einen Platz, zu dem es dich intuitiv hinzieht?

Gerade wenn wir sehr schnell denken und analysieren, übergehen wir solche ersten Körperimpulse häufig, und Energiearbeit kann in diesem Sinn auch bedeuten, diese feinen Informationen wieder ernst zu nehmen.

7. Dich über die Natur stabilisieren

Vielleicht gibt es einen Baum, einen Ort im Wald, einen Stein oder einen Platz am Wasser, an dem du dich besonders wohlfühlst. Statt dort nebenbei deine Nachrichten zu lesen, kannst du dich für einige Minuten bewusst mit diesem Ort verbinden, einen Baum berühren, dich auf den Boden setzen oder einfach deinen Atem und deine Umgebung beobachten.

Du kannst dir vorstellen, dass du mit jedem Atemzug Ruhe und Stabilität aufnimmst und mit jedem Ausatmen etwas von dem abgibst, was du gerade nicht mehr tragen möchtest.

Vielleicht machst du längst Energiearbeit, ohne sie so zu nennen

Je länger ich energetisch arbeite, desto weniger außergewöhnlich empfinde ich mein Tun.

Viele Menschen, so wie auch ich, haben sehr feine Wahrnehmungen, haben jedoch irgendwann gelernt, ihnen wenig Bedeutung zu geben, weil wir erklären, analysieren und rationalisieren, obwohl unser Körper manchmal längst reagiert hat.

Vielleicht kennst du das bei Entscheidungen. Auf dem Papier spricht alles für Option A, und trotzdem zieht sich innerlich etwas zusammen. Oder du begegnest einem Menschen und spürst sofort Vertrauen, obwohl du kaum etwas über ihn weißt.

Das bedeutet nicht, dass jede spontane Empfindung eine unumstößliche Wahrheit ist, denn auch Angst, alte Erfahrungen und Prägungen beeinflussen unsere Wahrnehmung. Genau deshalb finde ich die Verbindung verschiedener Ebenen so wertvoll. Wir müssen uns nicht zwischen Verstand und Intuition entscheiden, sondern können lernen, genauer hinzuhören und gleichzeitig zu prüfen, was da eigentlich gerade spricht.

Welche Methoden der Energiearbeit gibt es?

Unter dem Begriff Energiearbeit findest du eine große Bandbreite verschiedener Methoden, dazu gehören beispielsweise Reiki, Meditationen und Visualisierungen, Chakren-Arbeit, EFT (auch als Tapping bekannt), energetische Körperarbeit sowie unterschiedliche Formen des energetischen Heilens.

Ich selbst arbeite unter anderem mit Methoden, bei denen Emotionen, innere Bilder und energetische Prägungen eine Rolle spielen.

Der Emotionscode (Emotion Code)

Diese Methode wurde von dem US-amerikanischen Chiropraktiker Dr. Bradley Nelson entwickelt, und ich habe an anderer Stelle bereits ausführlicher darüber geschrieben.

  • Fokus: das Identifizieren und Lösen von „eingeschlossenen Emotionen“ (emotionalem Ballast), die sich als kleine Energiekugeln im Körper festgesetzt haben sollen
  • Werkzeuge: mithilfe des kinesiologischen Muskeltests, oder mit Hilfsmitteln wie Tensor oder Pendel wird das Unterbewusstsein befragt, um die blockierte Emotion aufzuspüren
  • Lösung: die Blockade wird anschließend durch das Abstreifen mit einem Magneten über den Hauptmeridian (Gouverneursgefäß) auf dem Rücken oder Kopf gelöst

Trance Healing

Hierbei handelt es sich um eine mediale Form der Heilung, über die ich ebenfalls ausführlicher geschrieben habe.

  • Fokus: die Übertragung von feinstofflicher Heilenergie, die nicht vom Therapeuten selbst stammt, sondern aus der „geistigen Welt“ durchgereicht wird
  • Werkzeuge: Der Behandler versetzt sich in einen veränderten Bewusstseinszustand (Trance), um als reiner Kanal oder Vermittler für diese Energien zu dienen
  • Lösung: die Energie fließt eigenständig genau dorthin, wo im Energiesystem des Klienten Defizite oder Störungen vorliegen

EFT (Emotional Freedom Techniques / Tapping)

EFT verbindet die Meridianlehre der traditionellen chinesischen Medizin mit einem sehr direkten, körperlichen Zugang zu emotionalen Themen. Auch dazu habe ich an anderer Stelle mehr geschrieben, unter anderem in Verbindung mit ätherischen Ölen.

  • Fokus: ein belastendes Thema, Gefühl oder einen Glaubenssatz so lange bewusst halten, bis die emotionale Ladung dahinter spürbar nachlässt
  • Werkzeuge: das Beklopfen bestimmter Punkte entlang der Meridiane (z. B. Augenbraue, Schläfe, Schlüsselbein) mit den Fingerspitzen, während du gleichzeitig einen konkreten Satz zu deinem Thema aussprichst
  • Lösung: durch die Kombination aus Berührung und bewusster Fokussierung löst sich die emotionale Reaktion auf das Thema nach und nach, statt sie nur kognitiv zu bearbeiten

Meditation

Hier arbeite ich nicht nach einem festen Schema, sondern wähle die Form, die gerade zum Thema oder Moment passt.

  • Fokus: je nach Situation unterschiedlich – mal geht es darum, überhaupt erst im Körper anzukommen, mal darum, einem bestimmten Gefühl oder Gedanken bewusst Raum zu geben
  • Werkzeuge: geführte Visualisierungen, Achtsamkeitsmeditationen wie der Bodyscan, sowie bewusste Atemübungen – Letztere nutze ich zum Beispiel gern, um vor oder während einer Sitzung mit einer Klientin im Raum anzukommen
  • Lösung: durch die bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit verschiebt sich der Fokus vom Nachdenken über ein Thema hin zum unmittelbaren Erleben und genau dort wird oft etwas zugänglich, das sich rein kognitiv nicht erschließt

Diese Methoden stehen für mich allerdings nie isoliert. Ich verbinde sie mit Human Design, Körperwahrnehmung und der Arbeit mit dem Nervensystem, weil ein Mensch eben nicht nur aus einer einzigen Ebene besteht.

Was Energiearbeit mit Veränderungsprozessen zu tun hat

Besonders wertvoll wird Energiearbeit für mich dort, wo wir etwas längst verstanden haben und trotzdem immer wieder am gleichen Punkt landen. Gerade Frauen in beruflichen Umbruchsituationen erleben das häufig.

Vielleicht weißt du längst, dass dein bisheriger Beruf nicht mehr zu dir passt. Du hast verstanden, welche Richtung dich ruft, kennst deine Potenziale und kannst sogar ziemlich genau benennen, was du dir für dein zukünftiges Leben wünschst.

Und dann willst du tatsächlich losgehen. Plötzlich tauchen alte Sätze auf.

  • Damit kann man doch kein Geld verdienen.
  • Wer bin ich denn, dass ich das kann?
  • Ich sollte lieber vernünftig sein.
  • Was werden die anderen denken?

Oder du machst dich selbstständig, entwickelst ein Angebot und stellst fest, dass du genau in dem Moment unsichtbar wirst, in dem du dich eigentlich zeigen möchtest.

Das ist für mich einer der spannendsten Punkte in Veränderungsprozessen, denn eine neue Entscheidung allein bedeutet noch nicht automatisch, dass unsere bisherigen Prägungen verschwinden. Wir nehmen unsere Geschichte mit, und alte Schutzstrategien, Glaubenssätze, Erwartungen und Vorstellungen davon, wer wir sein dürfen, melden sich häufig genau dann besonders laut, wenn unsere bisherige Identität nicht mehr trägt und die neue noch nicht vollständig verkörpert ist.

Genau an dieser Schwelle nutze ich Energiearbeit besonders gern.

Wie ich Energiearbeit in meiner Begleitung einsetze

Wenn eine Frau in meiner Begleitung an einem solchen Punkt steht, interessiert mich nicht nur die Frage, welcher Glaubenssatz dahintersteckt. Wir schauen genauer hin.

Was gehört tatsächlich zu ihr, und was wurde irgendwann übernommen? Welche Prägung wirkt noch? Welche Emotion hängt an einer bestimmten Erfahrung? Wo reagiert der Körper? Was versucht das Nervensystem möglicherweise gerade zu schützen? Und was braucht es, damit eine Erkenntnis nicht nur im Kopf verstanden, sondern nach und nach integriert werden kann?

Je nachdem, was sich zeigt, arbeite ich dabei mit unterschiedlichen energetischen Methoden, mit Human Design sowie mit Körper- und Nervensystemarbeit.

Ich sehe Energiearbeit deshalb nicht als Möglichkeit, unangenehme Gefühle möglichst schnell wegzumachen. Gerade in Umbruchsituationen geht es für mich vielmehr darum, sichtbar zu machen, was unter der Oberfläche noch wirkt, damit wir bewusst damit arbeiten können.

Manches darf sich lösen, anderes möchte zunächst nur verstanden werden, und wieder anderes braucht schlicht Zeit, um in einer neuen Identität wirklich anzukommen.

Wenn du merkst, dass du genau das gerade nicht nur lesen, sondern tatsächlich erleben möchtest, kannst du dir hier ein unverbindliches Erstgespräch sichern.

Was Energiearbeit kann und wo ihre Grenzen liegen

So wertvoll ich Energiearbeit erlebe, so wichtig finde ich einen verantwortungsvollen Umgang damit. Energiearbeit ersetzt keine medizinische Behandlung und keine notwendige Psychotherapie, körperliche oder psychische Beschwerden sollten entsprechend fachlich abgeklärt und behandelt werden.

Ebenso wenig glaube ich daran, dass jedes Problem lediglich eine „Blockade“ ist, die wir entfernen müssen, damit anschließend alles leicht wird. Menschen sind komplex, und Veränderung ist es ebenso.

Energiearbeit kann für mich aber eine zusätzliche Ebene öffnen, über die wir uns selbst wahrnehmen, innere Prozesse begleiten und neue Erfahrungen ermöglichen können. Wie jemand diese Erfahrungen interpretiert und welche Bedeutung er ihnen gibt, bleibt dabei sehr persönlich.

Häufige Fragen zur Energiearbeit

Kann jeder Energiearbeit machen?

Viele einfache Formen von bewusster Körperwahrnehmung, Meditation und Visualisierung kannst du selbst ausprobieren. Und generell sind wir alle energetische Wesen und können somit energetisch arbeiten. Für bestimmte energetische Methoden sind dagegen Ausbildung, Erfahrung und ein verantwortungsvoller Umgang mit Grenzen sinnvoll.

Muss ich an Energiearbeit glauben?

Du musst nichts Bestimmtes glauben. Du kannst beispielsweise eine Visualisierung ausprobieren und beobachten, was sie mit deinem Erleben macht, ohne vorher entscheiden zu müssen, wie du sie theoretisch erklärst.

Wie fühlt sich Energiearbeit an?

Das ist sehr individuell. Manche Menschen berichten von Wärme, Kribbeln, inneren Bildern oder Emotionen, andere erleben vor allem Ruhe oder Entspannung, und manchmal passiert scheinbar überhaupt nichts Spektakuläres.

Ist Energiearbeit wissenschaftlich bewiesen?

„Energiearbeit“ bezeichnet sehr unterschiedliche Verfahren, weshalb sich diese Frage nicht pauschal beantworten lässt. Für viele Vorstellungen von feinstofflichen Energiefeldern gibt es keinen etablierten naturwissenschaftlichen Nachweis, während einzelne Praktiken, die auch innerhalb energetischer Arbeit eingesetzt werden, wie Meditation, bewusste Atmung oder bestimmte Formen von Berührung und Körperwahrnehmung, wissenschaftlich untersucht werden.
Für mich ist das allerdings nicht wichtig, da ich immer wieder erlebe, was ich spüre und was auch in meinem Gegenüber dadurch ausgelöst wird.

Wenn deine neue Identität auf alte Muster trifft

Besonders spannend wird Energiearbeit für mich in Zeiten der Veränderung. Denn häufig wissen wir längst, dass etwas Neues entstehen möchte, und merken gleichzeitig, wie sehr alte Erfahrungen, Glaubenssätze und Prägungen noch in uns wirken.

Ich erlebe das besonders bei Frauen in beruflichen Umbruchsituationen oder auf dem Weg in eine neue Selbstständigkeit. Die neue Richtung ist vielleicht schon spürbar und trotzdem tauchen plötzlich Zweifel, Ängste oder vertraute Muster auf. Manchmal geschieht das sogar erst, wenn die Entscheidung längst gefallen ist und es eigentlich darum geht, das Neue wirklich zu leben.

Genau an solchen Punkten arbeite ich mit Energiearbeit.

Dabei gibt es bei mir keine Methode nach Schema F. Je nachdem, was sich zeigt, verbinde ich energetische Methoden mit Human Design, Körper- und Nervensystemarbeit und schaue gemeinsam mit dir darauf, was hinter einem Thema liegt. Welche alte Prägung wirkt noch? Welche Emotion möchte gesehen werden? Was gehört wirklich zu dir und was hast du vielleicht über Jahre übernommen? Und was braucht es, damit du nicht nur verstehst, was sich verändern soll, sondern das Neue nach und nach auch verkörpern kannst?

Manches darf sich dabei lösen, anderes möchte integriert werden. Und manchmal liegt der entscheidende Schritt darin, etwas überhaupt erst wahrzunehmen, das bisher unter der Oberfläche gewirkt hat.

Wenn du gerade an einem Punkt stehst, an dem du merkst, dass du mit Nachdenken allein nicht weiterkommst, können wir uns in einem unverbindlichen Erstgespräch kennenlernen. Du erzählst mir, wo du gerade stehst und was dich beschäftigt, und wir schauen gemeinsam, ob und wie ich dich mit meiner Arbeit unterstützen kann.

Du musst vorher nicht wissen, welche energetische Methode für dich die richtige ist. Genau das finden wir gemeinsam heraus.

Aktuell biete ich außerdem gelegentlich eine kostenfreie Masterclass zum Thema authentische Sichtbarkeit by (Human) Design an – ob gerade ein Termin ansteht, erfährst du auf dieser Seite.


♡ Deine Leonore

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