Perfektionismus überwinden – Warum du nicht mehr Wissen, sondern mehr Mut brauchst
Du willst ein neues Projekt starten, persönlich oder beruflich, du bist Feuer und Flamme und plötzlich tauchen Gedanken wie diese auf:
„Ich muss das erst noch strukturieren.“ „Ich brauche erst die richtige Technik.“ „Ich muss noch ein bisschen mehr lernen.“ „Ich bin noch nicht bereit.“
Auf den ersten Blick wirken diese Sätze vernünftig. Sie klingen nach guter Vorbereitung, nach Verantwortungsbewusstsein und nach einem durchdachten Vorgehen. Doch oft steckt etwas ganz anderes dahinter.
Perfektionismus.
Oder genauer gesagt, die Angst, Fehler zu machen, bewertet zu werden oder zu scheitern.
In meiner aktuellen Podcastfolge spreche ich mit Sophia Pierer von Esch über Sichtbarkeit, Schwesternschaft und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ausgangspunkt unseres Gesprächs war ihr Wunsch, einen eigenen Podcast zu starten. Die Vision und die Themen sind da. Hat Sophia Erfahrung? Absolut! Jede Menge sogar.
Und trotzdem war der Podcast bisher nicht online. Warum? – Weil der Verstand unglaublich kreativ darin ist, Gründe zu finden, warum jetzt gerade noch nicht der richtige Zeitpunkt ist. (Spoiler: Der Podcast erscheint demnächst!)
Was Perfektionismus wirklich ist
Perfektionismus wird häufig als besonders hoher Anspruch an sich selbst beschrieben. Psychologen unterscheiden dabei zwischen einem gesunden Streben nach Qualität und einem Perfektionismus, der lähmt und belastet. Hinter Perfektionismus steckt häufig die Angst, Fehler zu machen oder den Erwartungen anderer nicht zu genügen. Wer perfektionistisch geprägt ist, verbindet den eigenen Wert oft unbewusst mit Leistung, Erfolg oder Anerkennung.
Dadurch entsteht ein Kreislauf: Je wichtiger etwas wird, desto größer wird die Angst vor Fehlern. Je größer die Angst vor Fehlern wird, desto länger wird vorbereitet. Und je länger vorbereitet wird, desto seltener kommt es zur Umsetzung.
Eine gute Übersicht zur Unterscheidung zwischen funktionalem und dysfunktionalem Perfektionismus und zu den psychologischen Hintergründen findest du beispielsweise auf dieser Seite.
Warum Perfektionismus oft nur eine Tarnung ist
Das Spannende ist, dass die meisten Menschen niemals sagen würden: „Ich habe Angst.“ Stattdessen sagen sie:
- „Ich brauche noch etwas Zeit.“
- „Ich muss das noch genauer planen.“
- „Ich bin noch nicht so weit.“
Perfektionismus hat ein gutes Image. Angst nicht. Deshalb versteckt sich Angst häufig hinter Vorbereitung. Dabei entsteht die größte Klarheit selten durch Nachdenken. Sie entsteht durch Erfahrungen. Niemand lernt Fahrradfahren durch das Lesen eines Handbuchs. Und niemand gewinnt Vertrauen in die eigene Sichtbarkeit, indem er weitere Monate darüber nachdenkt.
Warum wir erst durch Handeln Klarheit gewinnen
Viele Menschen glauben, sie müssten erst absolute Klarheit haben, bevor sie losgehen können. Die Realität sieht meist genau andersherum aus. Klarheit entsteht häufig erst auf dem Weg. Jeder Schritt liefert neue Informationen. Jede Erfahrung zeigt, was funktioniert und was nicht und jede getroffene Entscheidung stärkt das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung. Wer darauf wartet, dass alle Zweifel verschwinden, wird oft sehr lange warten.
Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, trotz Angst loszugehen.
Perfektionismus aus Sicht des Human Designs
Auch im Human Design begegnet uns dieses Thema immer wieder. Der Verstand möchte Sicherheit. Er möchte wissen, wohin die Reise geht, welche Risiken bestehen und wie sich Fehler vermeiden lassen. Doch Human Design erinnert uns daran, dass Entscheidungen nicht aus dem Kopf getroffen werden sollten.
Unser Verstand ist ein wunderbares Werkzeug, um Informationen zu sammeln und Zusammenhänge zu erkennen. Er ist jedoch nicht dafür gemacht, unser Leben zu steuern.
Viele Menschen erleben deshalb einen inneren Konflikt: Sie spüren längst, wohin sie möchten. Doch ihr Verstand liefert ständig neue Gründe, warum sie noch warten sollten. Je länger wir diesem Muster folgen, desto weiter entfernen wir uns oft von unserer eigenen inneren Führung.
Wenn der Körper beginnt, mit uns zu sprechen
Ein Gedanke aus meinem Gespräch mit Sophia hat mich besonders berührt.
Rückblickend erkannte sie, dass ihr Körper schon lange Signale gesendet hatte, bevor sie bereit war, genauer hinzusehen. Natürlich bedeutet das nicht, dass jede Erkrankung einfach dadurch entsteht, dass wir „nicht auf unserem Weg sind“. So einfach ist das Leben nicht. Und dennoch kennen viele Menschen diese Gefühle:
- Innere Erschöpfung.
- Antriebslosigkeit.
- Dauerhafte Unzufriedenheit.
- Das Gefühl, sich selbst verloren zu haben.
Manchmal spricht der Körper längst aus, was wir mit dem Verstand noch nicht hören wollen. Deshalb lohnt es sich, immer wieder innezuhalten und ehrlich hinzuschauen: Lebst du gerade das Leben, das sich stimmig für dich anfühlt? Oder versuchst du vor allem, Erwartungen zu erfüllen?
Ätherische Öle bei Perfektionismus und Selbstzweifeln
Ätherische Öle können dabei unterstützen, wieder mehr Verbindung zu dir selbst aufzubauen und aus dem Gedankenkarussell auszusteigen.
Besonders gern arbeite ich in diesem Zusammenhang mit:
- Weihrauch – Weihrauch unterstützt dabei, den Blick nach innen zu richten und wieder mehr Vertrauen in die eigene innere Führung zu entwickeln.
- Wild Orange – Wild Orange bringt Leichtigkeit, Freude und erinnert daran, dass Entwicklung nicht immer schwer sein muss.
- Bergamotte – Bergamotte kann dabei unterstützen, Selbstannahme zu stärken und die ständige Selbstkritik etwas leiser werden zu lassen.
- Magnolia – Magnolia wird häufig mit Selbstwert, Würde und dem Erkennen des eigenen Wertes in Verbindung gebracht.
- Balance – Balance hilft vielen Menschen dabei, sich zu erden und auch in herausfordernden Situationen innerlich stabil zu bleiben.
Ich arbeite mit den ätherischen Ölen der Firma Doterra. Ich habe dir die in diesem Artikel genannten Öle als Set zusammengestellt. Du kannst die Auswahl natürlich jederzeit an deine Bedürfnisse anpassen und einzelne Öle ergänzen oder weglassen.
Wenn du über meinen Empfehlungs-Link bestellst, erhältst du die Öle direkt zum Vorzugspreis. Zusätzlich bekommst du von mir ein persönliches Willkommenspaket mit allen wichtigen Informationen zur Anwendung sowie erste Impulse für den Einstieg in die Welt der ätherischen Öle.
Die passende Podcastfolge
Wenn dich das Thema Perfektionismus, Sichtbarkeit und Selbstzweifel beschäftigt, dann höre unbedingt in meine aktuelle Podcastfolge mit Sophia Pierer von Esch hinein. Wir sprechen über Schwesternschaft, Mut, Sichtbarkeit, den eigenen Weg, weibliche Verbindung und darüber, warum so viele Menschen sich selbst zurückhalten, obwohl sie tief in sich längst spüren, dass etwas Neues entstehen möchte.
Du möchtest tiefer eintauchen?
Wenn du spürst, dass dich Selbstzweifel, Perfektionismus oder die Angst vor Sichtbarkeit immer wieder ausbremsen, begleite ich dich gern dabei, wieder mehr Vertrauen in deine innere Führung zu entwickeln.
Mit Human Design, Energiearbeit und ätherischen Ölen finden wir gemeinsam heraus, welche Konditionierungen dich zurückhalten und welche Potenziale darauf warten, gelebt zu werden.
Denn alles, was du brauchst, trägst du bereits in dir.
Manchmal braucht es nur den Mut, den ersten Schritt zu gehen.
Ich freu mich, dich auf deinem Weg unterstützen zu dürfen.
♡ Deine Leonore
Fragen und Antworten zum Thema Perfektionismus und Selbstzweifel
Was ist Perfektionismus?
Perfektionismus beschreibt das Bestreben, alles möglichst fehlerfrei und perfekt machen zu wollen. Dabei geht es oft nicht nur um hohe Ansprüche, sondern auch um die Angst, Fehler zu machen, kritisiert zu werden oder den Erwartungen anderer nicht zu genügen.
Woher kommt Perfektionismus?
Perfektionismus entsteht häufig bereits in der Kindheit. Viele Menschen haben gelernt, dass sie vor allem dann Anerkennung erhalten, wenn sie Leistung bringen, funktionieren oder keine Fehler machen. Daraus kann die unbewusste Überzeugung entstehen, immer alles richtig machen zu müssen. Es geht also darum, dich so zu stärken, dass du dich als wertvoll empfindest, auch ohne die Anerkennung aus dem Außen.
Ist Perfektionismus etwas Positives oder Negatives?
Perfektionismus ist nicht grundsätzlich negativ. Ein gesunder Anspruch an die eigene Arbeit kann motivieren und zu guten Ergebnissen führen. Problematisch wird Perfektionismus dann, wenn er Stress verursacht, das Selbstvertrauen schwächt oder dazu führt, dass wichtige Entscheidungen immer wieder aufgeschoben werden.
Warum hängen Perfektionismus und Selbstzweifel oft zusammen?
Hinter Perfektionismus stehen häufig Selbstzweifel. Wer tief in sich nicht davon überzeugt ist, bereits gut genug zu sein, versucht oft durch perfekte Leistungen Sicherheit, Anerkennung oder Bestätigung zu gewinnen.
Warum hält mich Perfektionismus vom Handeln ab?
Perfektionismus erzeugt häufig die Illusion, dass noch etwas fehlt: mehr Wissen, mehr Erfahrung, mehr Vorbereitung oder mehr Sicherheit. Dadurch wird der erste Schritt immer weiter verschoben. Viele Menschen warten auf den perfekten Zeitpunkt, statt mit dem zu beginnen, was bereits da ist.
Wie erkenne ich, ob ich perfektionistisch bin?
Typische Anzeichen für Perfektionismus sind ständiges Überarbeiten von Aufgaben, Angst vor Fehlern, starke Selbstkritik, Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen, Aufschieben wichtiger Projekte und das Gefühl, nie wirklich zufrieden mit den eigenen Ergebnissen zu sein.
Welche Rolle spielt Perfektionismus bei der Sichtbarkeit?
Viele Menschen möchten sichtbarer werden, einen Podcast starten, ein Angebot veröffentlichen oder ihre Meinung teilen. Perfektionismus sorgt jedoch oft dafür, dass Ideen endlos geplant werden, ohne jemals umgesetzt zu werden. Die Angst vor Bewertung ist dabei meist größer als die Angst vor dem eigentlichen Projekt.
Wie kann ich Perfektionismus loslassen?
Der erste Schritt besteht darin zu erkennen, dass Perfektionismus häufig ein Schutzmechanismus ist. Statt darauf zu warten, vollkommen bereit zu sein, kann es hilfreich sein, kleine unperfekte Schritte zu gehen und neue Erfahrungen zu sammeln. Vertrauen entsteht oft erst durch Handeln.
Können Human Design und ätherische Öle bei Perfektionismus unterstützen?
Viele Menschen erleben, dass Human Design ihnen hilft, die eigenen Muster besser zu verstehen und Entscheidungen weniger aus dem Verstand heraus zu treffen. Ätherische Öle wie Weihrauch, Bergamotte, Magnolia, Wild Orange oder Balance können dabei unterstützen, mehr Vertrauen, Erdung und Selbstannahme zu entwickeln.
